Willkommen im „Ort des Fortschritts“

 

 

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze während ihrer Rede im Europa-Haus am 25.08.16
Svenja Schulze - Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen 

 

Offizielle Auszeichnung durch
Ministerin Svenja Schulze am 25.08.2016

Das Europa-Haus versteht sich als ein Ort unterschiedlichster unternehmerischer und geschäftlicher Aktivitäten mit dem Ziel, die Zukunft bereits in der Gegenwart vorzubereiten. Und so arbeiten alle im Europa-Haus tätigen Menschen aus Zivilgesellschaft, Organisationen, Vereinen, Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung seit Eröffnung des Europa-Hauses im September 2009 in gemeinschaftlicher Arbeit auch intensiv darauf hin, eine lebenswerte Stadt zu schaffen, sich den Herausforderungen des demografischen Wandels zu stellen, Lösungswege zu entwickeln und die Zukunft auf den Weg zu bringen.

Diese intensive Zukunftsarbeit wurde nun am 25. August 2016 belohnt mit der offiziellen Auszeichnung „Ort des Fortschritts“ durch Svenja Schulze, NRW-Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung. Die feierliche Übergabe von Plakette und Urkunde fand im Beisein von rund 50 Gästen statt, die alle im Europa-Haus daran mitgewirkt haben, dass eine ganze Reihe von sozialen Innovationen entwickelt und umgesetzt werden konnten. Darüber hinaus waren auch zahlreiche Pressevertreter zugegen.

Ideenschmiede Europa-Haus

In seiner Begrüßungsansprache erklärte Bürgermeister Peter Nebelo: “Die Wahrnehmung und Würdigung durch Bund und Land macht uns stolz und zeigt, dass Bocholt auf dem richtigen Weg ist. Verwaltung, Bürger und Institutionen werden im engen Dialog die Zukunft der Stadt gemeinsam gestalten. Das „Europa-Haus“ wird bei diesem Prozess als „Ideenschmiede“ für Fortschritt eine zentrale Rolle spielen und dazu beitragen, Initiativen nachhaltig im Sozialraum zu verankern.“ 

Fortschrittlichkeit hängt auch von sozialen Faktoren ab

„Innovative, kreative Ideen tragen dazu bei, gesellschaftliche Herausforderungen gemeinsam zu lösen. Das Europa-Haus Bocholt bietet für Bürgerengagement eine Austausch-Plattform, auf der Ideen entwickelt und umgesetzt werden,“ betonte Ministerin Schulze bei Übergabe von Urkunde und Plakette an EWIBO-Geschäftsführer Berthold Klein-Schmeink. Und führte weiter aus: „Ob die Unterstützung von jungen Eltern, Senioren oder Menschen mit Fluchterfahrung – die im Europa-Haus angesiedelten Projekte stoßen wichtige Debatten an und sind Beispiele dafür, dass Fortschrittlichkeit auch von sozialen Faktoren abhängt."

Bezug zur Lebenswirklichkeit

Prof. Dr. Gerhard Juen, Dekan des Fachbereichs Wirtschaft und Informationstechnik an der Westfälischen Hochschule, Campus Bocholt, die viele soziale Projekte mit entwickelt und auf den Weg gebracht hat, sieht das Europa-Haus als „Leuchtturm im Bereich der sozialen Innovation“. Er erklärte, dass hier soziale Innovationen abseits von Wirtschaftlichkeit entstünden, die unsere Gesellschaft dringend brauche. Weiter  führte er aus:„ Als Ort des Fortschritts zeichnet sich das Europa-Haus durch vielfältige Projekte aus, die einen unmittelbaren Bezug zur Lebenswirklichkeit der Bürgerinnen und Bürger haben."

Stadtgesellschaft mitgestalten

Berthold Klein-Schmeink erklärte augenzwinkernd an Ministerin Schulze gewandt, dass er ja eigentlich immer schon gewusst habe, dass das Europa-Haus ein über die Maßen fortschrittliches Haus sei, und sich sehr glücklich schätze, nun endlich auch offiziell die Bestätigung dafür erhalten zu haben. „Wir verstehen die Auszeichnung als Anerkennung und auch als Ansporn, weiter an einer innovativen, vielfältigen Stadt Bocholt mitzuarbeiten. Soziale Innovationen brauchen - um nachhaltig und wertvoll sein zu können - vernetzt-ganzheitliche, auf Verhandlung und Diskurs fußende Prozesse. Sie brauchen kreative Milieus, also Denken ohne Schranken der Zuständigkeit, wohl aber in Verantwortungsbereitschaft. Und sie brauchen natürlich auch Ressourcen, und zwar inhaltlich, zeitlich und räumlich. Das Europa-Haus wird sich auch in Zukunft in dieser Hinsicht als ein Ort bzw. eine Brutstätte verstehen, an dem sich Menschen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wohlfahrtspflege und öffentlicher Hand begegnen, um mit ihren Ideen eine vielfältige Bocholter Stadtgesellschaft mitzugestalten“, erklärte er weiter.

Wandel für Menschen gestalten

Das Europa-Haus reiht sich somit nun offiziell in einen illustren Reigen verschiedenster  „Orte des Fortschritts“ ein, die dokumentieren, dass Nordrhein-Westfalen als Industrieland und als Ort der Wissenschaft mit starken Regionen und einer lebendigen Kultur Fortschritt organisiert und gestaltet. Fortschritt meint dabei, neue und bessere Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit zu finden und den Wandel für die Menschen zu gestalten.

 

Die Auszeichnungsfeier - festgehalten im Bild von Jörg Geuting und Bruno Wansing

Bürgermeister Nebelo, WIssenschaftsministerin Schulze, EWIBO-Geschäftsführer Berthold Klein-Schmeink

Bürgermeister Peter Nebelo, Ministerin Svenja Schulze, EWIBO-Geschäftsführer Berthold Klein-Schmeink
 
feierliche Enthüllung der Plakette
Feierliche Enthüllung der Plakette
 
EWIBO-Geschäftsführer Berthold Klein-Schmeink und Bürgermeister Peter Nebelo mit der Urkunde
EWIBO-Geschäftsführer Berthold Klein-Schmeink und Bürgermeister Peter Nebelo mit der Urkunde "Ort des Fortschritts 2016 ",
überreicht von Ministerin Svenja Schulze
 
Impressionen von der Auszeichnung des Europa-Hauses Bocholt als
Impressionen von der Auszeichnung des Europa-Hauses Bocholt als "Ort des Fortschritts" am 25.08.16
 
Wissenschaftsministerin Svenja Schulze im  Gespräch mit EWIBO-Geschäftsführer Berthold Klein-Schmeink
Ministerin Svenja Schulze im Gespräch mit EWIBO-Geschäftsführer Berthold Klein-Schmeink

Als „Ort des Fortschritts NRW“ zeichnen die Ministerien für Wissenschaft, Wirtschaft und Bau seit 2011 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen aus, denen es in besonderer Weise gelungen ist, im Rahmen ihrer Projekte Ökonomie, Ökologie und Soziales innovativ zu verbinden und damit Fortschritt für die Gesellschaft zu ermöglichen. Gewürdigt werden Projekte, die die Lebenswelt der Menschen spürbar verbessen. 144 Orte hatten sich um die Auszeichnung „Ort des Fortschritts 2016“ beworben, 31 wurden ausgewählt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite "Orte des Fortschritts":
 http://www.wissenschaft.nrw.de/forschung/fortschritt-nrw/fortschritt-sichtbar-machen/